Darmstädter Impressionen

Nachmittags auf der Terrasse vor der Kantine der Mornewegschule. Kleine Grüppchen von Menschen bevölkern die Tische. Hauptsächlich konsumiertes Nahrungsmittel: Kaffee! Wie sollte man sonst die spätestens nach 1 Woche auftretende Reizüberflutung bewältigen? Wer nicht kürzer treten will, läuft mit einem großen Becher in der Hand schnell weiter zum nächsten Workshop oder Vortrag, doch viele nützen die Gelegenheit, zwischen Lecture, Unterricht und Konzert kurz zu verschnaufen. Außer gedämpften Unterhaltungen bestimmt das Klappern von Laptop-Tastaturen die Geräuschkulisse. Von ferne dringt Glockengeläut herüber. Ach ja, heute ist Sonntag? Wer tagein, tagaus im Kursbetrieb von a nach b hechtet und sich ganz dem Neue-Musik-Rausch ergibt, verliert ein wenig das Zeitgefühl, das erst zurückkehrt, wenn man in der allzu kurzen Mittagspause vor den verschlossenen Toren des Supermarktes steht… Auch der eingefleischteste Avantgardist muß manchmal Pausen zur Nahrungsaufnahme einlegen, es sei denn, man möchte so sein wie Mark Andre. Der Komponist, der selber gerade als Dozent auf den Ferienkursen tätig ist, soll laut Gerüchten schon mal bei einer Aufführung eines seiner Werke ohnmächtig zusammengebrochen sein. Fehlende Kalorien, Stress oder Überwältigung angesichts der eigenen Schöpfung? Wer weiß!

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